Willkommen auf dem Blog Postwachstum!

Diskutieren Sie mit über die Zwänge, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen und entwickeln Sie mit uns Ideen und Visionen für eine nachhaltige Gesellschaft, die nicht auf Wirtschaftswachstum angewiesen ist!
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Ökologische Wachstumskritik als Modernekritik

9783837627763_216x1000Mit seinem aktuellen Buch “Mehr oder weniger? Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung” (Transcript Verlag, 2014) verfolgt der Soziologe Stephan Lorenz zwei Anliegen. Zum einen will er das Kernanliegen ökologischer Wachstumskritik herausarbeiten und betrachtet sie dabei mit ihrem kritischen Fokus auf Industrialismus und Konsum als Teil der Modernekritik. Zum anderen will er ökologische Wachstumskritik als soziologisches Thema stark machen. Der Soziologie stünde die Aufgabe zu, die Verfahrensweisen nachhaltiger Entwicklung kritisch zu rekonstruieren. Die ökologische Wachstumskritik richte das Augenmerk auf das Auseinanderfallen von Mitteln und Zwecken gesellschaftlichen Handelns. Dieses gelte es durch entsprechende demokratische Verfahren zu rejustieren. Weiterlesen

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Suffizienz als Politische Praxis – ein einführender Überblick

Suffizienzpolitik begibt sich auf ein noch selten bestelltes, eher gemiedenes Feld. Während Effizienz und Konsistenz breite Zustimmung finden, weil sie Verbesserungen ohne Verzicht und sogar Wirtschaftswachstum versprechen, begegnet die Suffizienz deutlicher Reserve.

Die Vorbehalte sind Vielfältig: Suffizienz sei unzureichend, undurchsetzbar, sie verletze gar die der Demokratie so wichtige Entscheidungsfreiheit der Menschen. Doch gibt es inzwischen viele Initiativen, suffizientes Leben und Wirtschaften in die Öffentlichkeit zu tragen, um für sie Aufmerksamkeit zu gewinnen und für sie mit der Erfahrung, dass maßvoller Genuss die Lebensfreude nicht schmälert, zu werben.

Dieser Blogbeitrag basiert auf einem Wuppertal Spezial, das diesen Praxisbeispielen nachgeht und vorstellt. Die bearbeiteten 30 Politiken sind dabei keine erschöpfende Aufstellung. Es sind Beispiele, Stellvertreter, ein Strauß von Möglichkeiten sehr unterschiedlicher Reichweite. Weiterlesen

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Degrowth in postsocialist Countries – Ein Workshop-Bericht aus Budapest

Unter dem Titel „Degrowth in postsocialist Countries“ fand im Januar erneut ein 2-tägier Workshop der osteuropäischen Degrowth-Bewegung statt. 50 – 60 Wissenschaftler_innen, Aktive und Interessierte kamen nach einem Auftakt-Treffen in Llubljana Ende 2013 und Zwischenstopps in Zagreb, Sofia und Leipzig im Jahr 2014 nun in Budapest zusammen, um sich zum einen über ihre Eindrücke von der Degrowth Konferenz in Leipzig auszutauschen sowie die eigene Bewerbung Budapests als Standort für die fünfte internationale Degrowth Konferenz im Jahr 2016 in trockene Tücher zu bringen. Weiterlesen

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Experiencing the gift economy

DG_RZ_Logo_72dpi 150px Each of us has given without the expectation of receiving. Each of us knows the rewards of doing so. Sometimes the joy felt by those giving can even seem to outweigh that of the ones receiving.

We’ve all taken part in a gift exchange, be it birthdays, holidays or anniversaries. But do we actually need to wait until a specific moment to find that joy of giving? Could such giving, or sharing of resources, be applicable in our daily lives and on a large scale? What would happen if each of us gave away some of what we had in surplus – be it our skills, time, resources, or finances — on a daily basis? How about a gift economy? Weiterlesen

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IÖW stellt elf Unternehmen vor, die sich vom Wachstumspfad lösen

csm_Cover_Broschuere_Wir_sind_so_frei_f706b04152Unternehmen brauchen Wachstum. Oder? Dass diese weit verbreitete Annahme in der Praxis von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auch anders aussehen kann, zeigt das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in der Broschüre „Wir sind so frei. Elf Unternehmen lösen sich vom Wachstumspfad.“ Eine nicht-repräsentative Onlineumfrage, die das IÖW unter KMU durchführt hat, ergab, dass ein Drittel der befragten Unternehmen kein oder kaum weiteres Wachstum anstreben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nun elf Unternehmen porträtiert, die sich vom klassischen Wachstumspfad lösen. Gestern wurden diese Unternehmen auf der Tagung „Alternativen denken. Wirtschaften für Wohlstand und Lebensqualität. Ohne Wachstum – oder mit?“ in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Weiterlesen

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Eine neue Wachstumserzählung: Der Kampf um die Gemeingüter

Zeigt mir euer BIP-Wachstum und ich sag euch, wie es euch geht – dass das so nicht hinhaut, müsste mittlerweile allen klar sein. Müsste. Denn trotz der Erkenntnis, dass ein quantitativer Indikator nicht die Qualität einer Gesellschaft widergibt, ist er noch immer der Nabel unserer Wirtschaftsberichterstattung. Alles, was vom Wachstum abweicht, sind ganz sicher „bad news“. Doch was, wenn diese News so schlimm gar nicht sind? Noch dazu, wenn es zahlreiche gute Nachrichten aus einem wachsenden, alternativen Teil der Wirtschaft gibt, der Wohlstand und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt? Passen diese „good news“ nicht ins Format? Wir fordern: Gute Nachrichten für alle – Alternativen erzählen.

Auf unserem Podium “Eine neue Wachstumserzählung” am 4.3.2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung werden wir diesen Fragen nachgehen. Einer unserer Podiumsteilnehmer, Fabian Scheidler von Kontext TV, erzählt sie bereits, die Alternativen.

Hier können Sie sich für das NetCafé und das Podium “Eine neue Wachstumserzählung” ab 18 Uhr anmelden.


Quelle: www.kontext-tv.de Weiterlesen

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Wachstumsneutrale Unternehmen – ÖkologischesWirtschaften-Ausgabe jetzt online verfügbar

Unternehmen brauchen Wachstum. Oder? Lesen Sie in der jetzt online frei verfügbaren Ausgabe Wachstumsneutrale Unternehmen von ÖkologischesWirtschaften , wie Unternehmen dem vorherrschenden Wachstumsmantra begegnen, und welche Möglichkeiten es für sie gibt, diesem zu entgehen. Während in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft derzeit verstärkt über die Möglichkeit, Notwendigkeit und Realisierbarkeit von unendlichem Wirtschaftswachstum und – auf der anderen Seite – einer Postwachstumsgesellschaft diskutiert wird, bleiben die Rolle und die Handlungsoptionen von Unternehmen in der derzeitigen Debatte noch unterbelichtet. Diese Ausgabe leistet einen Beitrag, den Postwachstumsdiskurs um die Perspektive der Unternehmen zu erweitern.

Eine weitere frei zugängliche Ausgabe der interdisziplinären Fachzeitschrift “ÖkologischesWirtschaften”, setzt sich mit dem Spannungsfeld „Zwischen Green Economy und Postwachstum“ auseinander. Über neue Ausgaben, Themen und neue frei zugängliche Ausgaben informiert der Newsletter der Zeitschrift.

Verschiedenen diese wichtigen Fragestellungen greift die Konferenz „Alternativen denken – Wirtschaften für Wohlstand und Lebensqualität. Ohne Wachstum – oder mit?” des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Heinrich-Böll-Stiftung auf, die am 4. März in Berlin stattfindet. Am Beispiel kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die nicht nur zahlenmäßig den Großteil der Wirtschaft ausmachen, sondern oft genug eher wachstumsneutral aufgestellt sind, sollen alte und neue Wege beleuchtet werden: für ein Wirtschaften, das wesentliche Beiträge für Wohlstand und Lebensqualität leistet und hierfür in die kritische Auseinandersetzung mit „der Wachstumsfrage“ geht. Die Konferenz bildet den Abschluss des Projekts „Postwachstumspioniere“, dass von IÖW und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus – Senftenberg (BTU) durchgeführt wird. Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.
Wie spannend und relevant das Thema ist, zeigten auch die hohen Anmeldezahlen. Die Konferenz selbst ist zwar ausgebucht, es ist aber nach Anmeldung (Formular hier) noch die Teilnahme am NetCafé und an der Podiumsdiskussion “Eine neue Wachstumserzählung” mit Vertreter/innen aus Medien, Politik und Wissenschaft ab 18:00 Uhr möglich.

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Potential New Allies in the Effort to Achieve a Sustainable True Cost Economy

CASSE-logoThose who want a true cost, steady state economy need some new, powerful allies. We need allies that stretch across the political spectrum, from liberal to conservative. We need allies that can speak from a values perspective to bring moral considerations to bear on the discussion.

Neither the environmental movement nor the progressive movement possesses enough political strength to overcome the most powerful economic interests in the world. These potent interests include the oil and coal industries, banks, agribusiness, mining and chemical companies, Wall Street, etc. Congress will not act on big economic changes because too many members depend on election money from these very same economic interests.

Faith-based communities could play an important role because they can reach across the conservative-liberal spectrum, have member congregations that convene on a weekly basis, and can speak with a moral voice that moves people to action. Such an approach may work well with the growing number focused on serious environmental problems because the root cause of many of such problems is the system of cheater economics that dominates today’s economy. Weiterlesen

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Postwachstumsunternehmen denken in Generationen

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung im November 2014 äußert der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, auf die Frage, ob das Unternehmen auch Aufträge ablehnen würde: „Wir haben begriffen, dass Wachstum an sich noch kein Wert ist, vor allem, wenn die Risiken überwiegen.“[i] Diese Aussage des Vorstandsvorsitzenden eines global agierenden Unternehmens, dass Wachstum eines Unternehmens „an sich noch kein Wert ist“, überrascht auf den ersten Blick. Denn immer wieder wird von Konzernen wie Siemens verkündet, ihr Ziel sei es, zu wachsen. Diese Sichtweise steht im Einklang mit der Standardlehre der Wirtschaftswissenschaft, die einem Mantra gleich verkündet: Unternehmen müssen wachsen, wenn sie im globalen Wettbewerb erfolgreich sein wollen. Gewinnmaximierung, kontinuierliche Steigerung des Umsatzes, Erhöhung des Marktanteils lauten aus dieser Perspektive die zentralen Herausforderungen, die das Management umzusetzen habe.

Die ökonomische Logik dieser Interpretation liegt im Prozess der Kapitalverwertung begründet. Denn mit Blick auf die Kapitalgesellschaften, vor allem auf jene, die an der Börse gelistet sind, ergibt sich der Zwang zum Wachstum zum einen aus der Marktdynamik und resultiert folglich aus den Wettbewerbsbedingungen. Zum anderen erwarten die Kapitalanleger ein stetig wachsendes Unternehmen. Damit verbunden ist der Impuls, der über die Kreditvergabe der Banken auf die Wachstumsziele von Unternehmen wirkt. Denn über die Geldschöpfung der Banken als Folge der Kreditvergabe an Unternehmen wird ein Wachstumszwang ausgelöst, der von den Unternehmen zu erfüllen ist, wenn sie ihren Verpflichtungen als Kreditnehmer nachkommen wollen. Hans Christoph Binswanger hat in seinen Studien, beispielweise im Buch „Die Wachstumsspirale“[ii], diesen Mechanismus analysiert.

Folgt daraus, dass Unternehmen aus diesem vom System der Kapitalverwertung gesetzten Zwang heraus wachsen müssen und sie nur dann erfolgreich im Wettbewerb bestehen können, wenn Umsatz und Rendite kontinuierlich steigen? Weiterlesen

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Summer School on Degrowth and Environmental Justice: July 2015

We have the pleasure of inviting you to the second edition of the summer school on degrowth offered by ICTA and Research & Degrowth, this year with environmental justice as a special focus. The summer school will take place between the 6th and 15th of July at the premises of Universitat Autonoma de Barcelona and the social centers Can Masdeu (Barcelona) and Can Decreix (Cerbere), France. Weiterlesen

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