Willkommen auf dem Blog zur Postwachstumsgesellschaft!

Diskutieren Sie mit über die Zwänge, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen, und über alternative Entwicklungsmöglichkeiten für eine Gesellschaft, die nicht auf Wachstum angewiesen ist. Der Blog informiert aktuell über die Arbeit der Bundestags-Enquetekommission “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität”, über Termine und aktuelle Texte zum Thema Postwachstum.
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Neuer Artikel auf Enquetewatch.de: Bundestagsdebatte zum Enquete-Bericht

Der Abschlussbericht der Enquetekommission “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität” ist fertig und wurde letzte Woche kontrovers im Bundestag debattiert. Die Bundestagsdebatte zum Bericht der Enquete-Kommission drehte sich um die Frage, ob die Krise nur ein schon überwundener Betriebsunfall ist oder man vielleicht doch eine sozial-ökologische Transformation braucht.

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Die Angst der Linken – In der Enquete-Kommission drückte sich die Opposition um die wichtigste Frage: Wie geht es ohne die Orientierung am Wachstum?

Im Streitgespräch mit der Vorsitzenden der Enquete-Kommission “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität” des Bundestages, Daniela Kolbe, argumentierte ich am 11. April in der taz, dass besagte Kommission gescheitert sei. Gemessen an den formulierten Ansprüchen und am politisch Notwendigen stimmt das: Das Gremium, dessen Bericht heute im Bundestag präsentiert wird, war nicht in der Lage, einen Konsens über die aktuelle Krise herzustellen. Die Koalition spricht mehrheitlich eher von einer konjunkturellen Krise, die Opposition von einer strukturellen und multiplen Krise, die weiterreichender Veränderungen bedarf. Weiterlesen

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Was folgt aus der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“? Ressourcenpolitisches Résumé und erforderliche nächste Schritte

Die ursprünglichen Erwartungen an die Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des 17. Deutschen Bundestags waren hoch: Ein neuer Wohlstandsindikator sollte entwickelt werden und das Bruttoinlandsprodukts als Maßstab wirtschaftlichen Fortschritts ergänzen. Außerdem sollten parteiübergreifend politische Parameter von Wohlstand und Wachstum neu bewertet werden und am Ende sollten gemeinsame politische Handlungsempfehlungen stehen.

Das ist weitestgehend nicht geschehen. Und angesichts der paradigmatischen Dimension, die diese Aufgaben darstellen, mag der nicht erreichte überparteiliche Konsens nicht verwundern. Weiterlesen

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„Jetzt ist der Wettstreit der politischen Parteien gefordert“ – Eine Nachbetrachtung zur Enquetekommission

„Hartnäckiges Bohren dicker Bretter“ hat Max Weber einst zur Maxime politischen Handelns erklärt. Das gilt auch für den Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Die Diskussionen in der Enquetekommission des Bundestages “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität” und das Ergebnis sind ein Beleg dafür, dass weder ein sturer Pragmatismus noch blauäugiger Idealismus für die Zukunft taugen. Die bisherige eindimensionale Ausrichtung auf Wachstum führt in eine Sackgasse. Aber auch eine Strategie des „Postwachstums“, auf Deutsch einer Stagnation oder Schrumpfung führt noch nicht zu einer Lösung, selbst wenn sich viele Beispiele finden lassen, in denen materielles Wachstum Wucherung und nicht Wohlstandsmehrung darstellt. Es ist nach meiner Überzeugung ein kluger Kompromiss zwischen den Beteiligten, am BIP als Wachstumsindikator festzuhalten, aber zugleich Indikatoren für die Entwicklung der Gesellschaft im sozialen und ökologischen Bereich aufzustellen, weil nur so ein zukunftsorientiertes ganzheitliches Bild von der gesellschaftlichen Entwicklung beschrieben werden kann. Weiterlesen

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Kann sozial und ökologisch geformte Technik demokratisch sein?

Zunächst einmal: Vielen Dank, Sascha Dickel, für die freundliche und sachliche Replik. Nur an einem Punkt verlässt sie diese Tonart: Wenn die nüchterne Analyse naturwissenschaftlicher Fakten unter die Rubrik des „ökologischen Besserwissens“ einsortiert wird. Denn: Welche anderen Rationalitäten entkräften z.B. die Ergebnisse der Klimaforschung? Die natürlichen Begrenzungen unserer Lebensgrundlagen, der Quellen und Senken auf dem Planeten sind auch durch noch so ausgefeilte Logiken unserer Gedanken-Konstruktionen (wie z.B. der kapitalistischen Ökonomie) nicht aus den Angeln zu heben. Bisherige Epochen der Menschheitsgeschichte waren immer gezwungen, die Erfüllung von Bedürfnissen auf das physikalisch und biologisch „Machbare“ einzugrenzen (und diese Grenzen dann sozial auf zum Teil unglaublich ungerechte und gewalttätige Weise für einige Mächtige scheinbar aufzuheben). Weiterlesen

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Wirtschaft selber machen – Was wir heute schon verändern können!

„Wirtschaft ist so kompliziert. Da kann ich eh nicht mitreden!“ Oft genug bekommen wir das zu hören oder denken im Stillen ähnlich.

Auf der anderen Seite: Wir alle wirtschaften. Jeden Tag mehrmals. Wir kaufen ein, gehen in die Schule, studieren, jobben, machen uns Gedanken, was wir später werden wollen.

Und wir sehen: Unsere Wirtschaft steckt in einer Krise: Wir produzieren immer mehr, trotzdem nehmen Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung zu. Gleichzeitig fühlen wir uns oft hilflos und denken, dass Veränderungen nicht in unserer Macht liegen. Was können Einzelne denn schon groß bewegen?

Doch wir sind überzeugt: Wir haben mehr Macht, als wir glauben. Und deshalb wollen wir uns gemeinsam mit euch eine Woche lang auf die Suche machen. Auf die Suche nach einer Wirtschaft, in der wir wieder eine Rolle spielen. Einer Wirtschaft, an der wir uns aktiv beteiligen.

Wir wollen mit euch das große Ganze diskutieren: Warum wirtschaften wir eigentlich? Wo stößt unsere Wirtschaft an Grenzen, bei uns Menschen und bei der Natur? Wer trägt global die Kosten für unser auf Wachstum ausgerichtetes Wirtschaften? Wo sollte der Wandel beginnen? Und welche Rolle spiele ich dabei? In verschiedenen Workshops setzen wir uns mit genau diesen Fragen auseinander.

Wir wollen aber vor allem selbst aktiv werden: Gemeinsam lernen wir Unternehmen und engagierte Menschen kennen, die bereits heute jenseits von Wachstum und Profitstreben wirtschaften. Im Einklang mit unserer Umwelt, für und mit den Menschen.

Geplant sind der Besuch eines Umsonstladens, lokaler Nachbarschaftsgärten, einer Landwirtschaftskooperative und eines Unternehmens, das aus alten Materialien stylische Möbel baut. In einem Kochkurs kann gelernt werden, welche politische Dimension unsere Ernährung hat und wie lecker veganes Essen sein kann. In einem Nähkurs könnt ihr selbst ausprobieren, was man aus Stoff so alles zaubern kann und in einem Recycling-Workshop lernt ihr, wie aus Altem Neues entstehen kann.

Wenn ihr Lust habt, an unserem Sommercamp teilzunehmen, meldet euch einfach bis Ende Juni (verlängert) per E-Mail an!

Ihr habt noch Fragen? Dann ruft uns an unter 0341/39281686 oder schreibt uns eine Mail an sommercamp [at] knoe.org

Den Flyer zum Camp findet ihr hier.

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Generation Nachhaltigkeit – Weil morgen gestern wird

Das Angebot ist bunt und durchdacht, die Plätze sind rar. Meldet euch jetzt für die Konferenz ‘Generation Nachhaltigkeit – Weil morgen gestern wird‘ an! Vom 13. – 15. Juni gibt es auf dem Campus Adlershof der Humboldt Universität zu Berlin wieder geballtes Wissen, tolle Persönlichkeiten, kulinarisch Hochwertiges und viel Freiraum zur Selbstentfaltung!

Die Hälfte der Plätze sind vergeben, also nicht lange überlegen und gleich anmelden auf: hsk-nachhaltigkeit.hu-berlin.de. Rund ums Thema gibt es in diesem Jahr spannende Vorträge mit den renommierten Nachhaltigkeitsforschern Jill Jaeger, Nico Paech und Gerhard de Haan. Außerdem duellieren sich Ralf Fücks und Markus Wissen – Green Economy vs. Globaler Wandel, Anpassung oder die große Transformation?

NachhaltigkeitsexpertInnen und -AnfängerInnen, Fachkundige und -fremde… ein Jede/r ist willkommen und kann sich in Infoseminaren und Workshops informieren und zu verschiedenen Themen kräftig diskutieren! Und wer sagt, dass Nachhaltigkeit nicht durch Worte sondern durch Taten erreicht wird oder einfach mal die Hände benutzen und den Kopf entspannen will, kann in Aktionsstätten, bei nachhaltigem Theater, veganem Kochkurs oder Holzwerkstatt auch gleich selbst ans Werk gehen!

Organisiert wird die Konferenz von der Generation Nachhaltigkeit.

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Das Anthropozän – Wachstum führt die Menschheit an ihre Grenzen

Nach einer ersten Runde in den 1970er-Jahren ist sie wieder da, die Debatte über die Grenzen des Wachstums. Anders als damals ist sie heute kein theoretischer Streit mehr. Die Grenzen des Wachstums stehen für die Erkenntnis, die sich heute in aller Härte stellt: Die radikal veränderte Welt braucht neue Antworten, damit es nicht zur Selbstzerstörung der menschlichen Zivilisation kommt. Sie muss sich aus der Geiselhaft des Wachstums befreien und damit aus der Macht der Märkte. Auch für unsere Zeit stimmt, was Albert Einstein über die Erfindung der Atombombe gesagt hat: Alles hat sich verändert, nur nicht das Denken der Menschen. Weiterlesen

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Das Scheitern der Enquete bedeutet nicht das Ende der Debatte

Die Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ wird auch als Mutter aller Enquete-Kommissionen bezeichnet. Über zwei Jahre gingen 17 Parlamentarier*innen zusammen mit 17 überwiegend männlichen Sachverständigen der großen Frage nach, wie unsere Gesellschaft angesichts der multiplen Krise des Kapitalismus so umgestaltet werden kann, dass sie sozialen Wohlstand schafft ohne die natürlichen Grenzen zu überschreiten. Nun liegt das etwa 1000seitige Ergebnis dieser Aufgabenstellung vor. Schon jetzt lässt sich festhalten: die Enquete ist gescheitert. Weiterlesen

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Technische Verzauberung und technokratische Versuchung

Eine Replik auf Wolfgang Neef.

Für Max Weber war die Sache klar: Die maßgebliche kulturelle Folge der Technisierung von Natur und Gesellschaft sah er in einer fortschreitenden „Entzauberung“ der Welt. Es gehört gleichwohl zu den Paradoxien des Industriezeitalters, dass die steigende technische Durchdringung von Kultur und Gesellschaft nicht ausschließlich zu einem Zuwachs nüchterner Sachlichkeit geführt hat. Vielmehr ist auch eine Wiederverzauberung der Welt durch technische Artefakte und technische Visionen feststellbar, die gleichermaßen dystopische Schreckensszenarien wie auch utopische Befreiungsvisionen provozieren. Diese Ambivalenz von Technik findet sich auch im Ökologiediskurs. Jenseits von Extrempositionen, die einem vollständigen Ausstieg aus der technischen Zivilisation das Wort reden, wird auch hier weithin anerkannt, dass eine zukunftsfähige Gesellschaft nicht ohne Technik auskommen wird. Akzeptiert man dies,, bleibt die Frage: Welche Formen von Technik und Technikgebrauch eröffnen den Weg in eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise – und welche Technikformen werden den Raubbau an der Natur weiter beschleunigen? Weiterlesen

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