Willkommen auf dem Blog Postwachstum!

Diskutieren Sie mit über die Zwänge, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen und entwickeln Sie mit uns Ideen und Visionen für eine nachhaltige Gesellschaft, die nicht auf Wirtschaftswachstum angewiesen ist!
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Eine neue Wachstumserzählung: Der Kampf um die Gemeingüter

Zeigt mir euer BIP-Wachstum und ich sag euch, wie es euch geht – dass das so nicht hinhaut, müsste mittlerweile allen klar sein. Müsste. Denn trotz der Erkenntnis, dass ein quantitativer Indikator nicht die Qualität einer Gesellschaft widergibt, ist er noch immer der Nabel unserer Wirtschaftsberichterstattung. Alles, was vom Wachstum abweicht, sind ganz sicher „bad news“. Doch was, wenn diese News so schlimm gar nicht sind? Noch dazu, wenn es zahlreiche gute Nachrichten aus einem wachsenden, alternativen Teil der Wirtschaft gibt, der Wohlstand und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt? Passen diese „good news“ nicht ins Format? Wir fordern: Gute Nachrichten für alle – Alternativen erzählen.

Auf unserem Podium “Eine neue Wachstumserzählung” am 4.3.2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung werden wir diesen Fragen nachgehen. Einer unserer Podiumsteilnehmer, Fabian Scheidler von Kontext TV, erzählt sie bereits, die Alternativen.

Hier können Sie sich für das NetCafé und das Podium “Eine neue Wachstumserzählung” ab 18 Uhr anmelden.


Quelle: www.kontext-tv.de Weiterlesen

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Wachstumsneutrale Unternehmen – ÖkologischesWirtschaften-Ausgabe jetzt online verfügbar

Unternehmen brauchen Wachstum. Oder? Lesen Sie in der jetzt online frei verfügbaren Ausgabe Wachstumsneutrale Unternehmen von ÖkologischesWirtschaften , wie Unternehmen dem vorherrschenden Wachstumsmantra begegnen, und welche Möglichkeiten es für sie gibt, diesem zu entgehen. Während in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft derzeit verstärkt über die Möglichkeit, Notwendigkeit und Realisierbarkeit von unendlichem Wirtschaftswachstum und – auf der anderen Seite – einer Postwachstumsgesellschaft diskutiert wird, bleiben die Rolle und die Handlungsoptionen von Unternehmen in der derzeitigen Debatte noch unterbelichtet. Diese Ausgabe leistet einen Beitrag, den Postwachstumsdiskurs um die Perspektive der Unternehmen zu erweitern.

Eine weitere frei zugängliche Ausgabe der interdisziplinären Fachzeitschrift “ÖkologischesWirtschaften”, setzt sich mit dem Spannungsfeld „Zwischen Green Economy und Postwachstum“ auseinander. Über neue Ausgaben, Themen und neue frei zugängliche Ausgaben informiert der Newsletter der Zeitschrift.

Verschiedenen diese wichtigen Fragestellungen greift die Konferenz „Alternativen denken – Wirtschaften für Wohlstand und Lebensqualität. Ohne Wachstum – oder mit?” des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Heinrich-Böll-Stiftung auf, die am 4. März in Berlin stattfindet. Am Beispiel kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die nicht nur zahlenmäßig den Großteil der Wirtschaft ausmachen, sondern oft genug eher wachstumsneutral aufgestellt sind, sollen alte und neue Wege beleuchtet werden: für ein Wirtschaften, das wesentliche Beiträge für Wohlstand und Lebensqualität leistet und hierfür in die kritische Auseinandersetzung mit „der Wachstumsfrage“ geht. Die Konferenz bildet den Abschluss des Projekts „Postwachstumspioniere“, dass von IÖW und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus – Senftenberg (BTU) durchgeführt wird. Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.
Wie spannend und relevant das Thema ist, zeigten auch die hohen Anmeldezahlen. Die Konferenz selbst ist zwar ausgebucht, es ist aber nach Anmeldung (Formular hier) noch die Teilnahme am NetCafé und an der Podiumsdiskussion “Eine neue Wachstumserzählung” mit Vertreter/innen aus Medien, Politik und Wissenschaft ab 18:00 Uhr möglich.

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Potential New Allies in the Effort to Achieve a Sustainable True Cost Economy

CASSE-logoThose who want a true cost, steady state economy need some new, powerful allies. We need allies that stretch across the political spectrum, from liberal to conservative. We need allies that can speak from a values perspective to bring moral considerations to bear on the discussion.

Neither the environmental movement nor the progressive movement possesses enough political strength to overcome the most powerful economic interests in the world. These potent interests include the oil and coal industries, banks, agribusiness, mining and chemical companies, Wall Street, etc. Congress will not act on big economic changes because too many members depend on election money from these very same economic interests.

Faith-based communities could play an important role because they can reach across the conservative-liberal spectrum, have member congregations that convene on a weekly basis, and can speak with a moral voice that moves people to action. Such an approach may work well with the growing number focused on serious environmental problems because the root cause of many of such problems is the system of cheater economics that dominates today’s economy. Weiterlesen

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Postwachstumsunternehmen denken in Generationen

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung im November 2014 äußert der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, auf die Frage, ob das Unternehmen auch Aufträge ablehnen würde: „Wir haben begriffen, dass Wachstum an sich noch kein Wert ist, vor allem, wenn die Risiken überwiegen.“[i] Diese Aussage des Vorstandsvorsitzenden eines global agierenden Unternehmens, dass Wachstum eines Unternehmens „an sich noch kein Wert ist“, überrascht auf den ersten Blick. Denn immer wieder wird von Konzernen wie Siemens verkündet, ihr Ziel sei es, zu wachsen. Diese Sichtweise steht im Einklang mit der Standardlehre der Wirtschaftswissenschaft, die einem Mantra gleich verkündet: Unternehmen müssen wachsen, wenn sie im globalen Wettbewerb erfolgreich sein wollen. Gewinnmaximierung, kontinuierliche Steigerung des Umsatzes, Erhöhung des Marktanteils lauten aus dieser Perspektive die zentralen Herausforderungen, die das Management umzusetzen habe.

Die ökonomische Logik dieser Interpretation liegt im Prozess der Kapitalverwertung begründet. Denn mit Blick auf die Kapitalgesellschaften, vor allem auf jene, die an der Börse gelistet sind, ergibt sich der Zwang zum Wachstum zum einen aus der Marktdynamik und resultiert folglich aus den Wettbewerbsbedingungen. Zum anderen erwarten die Kapitalanleger ein stetig wachsendes Unternehmen. Damit verbunden ist der Impuls, der über die Kreditvergabe der Banken auf die Wachstumsziele von Unternehmen wirkt. Denn über die Geldschöpfung der Banken als Folge der Kreditvergabe an Unternehmen wird ein Wachstumszwang ausgelöst, der von den Unternehmen zu erfüllen ist, wenn sie ihren Verpflichtungen als Kreditnehmer nachkommen wollen. Hans Christoph Binswanger hat in seinen Studien, beispielweise im Buch „Die Wachstumsspirale“[ii], diesen Mechanismus analysiert.

Folgt daraus, dass Unternehmen aus diesem vom System der Kapitalverwertung gesetzten Zwang heraus wachsen müssen und sie nur dann erfolgreich im Wettbewerb bestehen können, wenn Umsatz und Rendite kontinuierlich steigen? Weiterlesen

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Summer School on Degrowth and Environmental Justice: July 2015

We have the pleasure of inviting you to the second edition of the summer school on degrowth offered by ICTA and Research & Degrowth, this year with environmental justice as a special focus. The summer school will take place between the 6th and 15th of July at the premises of Universitat Autonoma de Barcelona and the social centers Can Masdeu (Barcelona) and Can Decreix (Cerbere), France. Weiterlesen

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VÖÖ-Sommerakademie „Nach dem Wachstum“

Die Vereinigung für Ökologische Ökonomie und die Akademie für Suffizienz richten gemeinsam vom 31. August bis 4. September 2015 die erste Sommerakademie „Nach dem Wachstum“ in Reckenthin (Prignitz / Brandenburg) aus. Weiterlesen

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Inspiration und Grenzen aus der Attac AG „Jenseits des Wachstums“

Mit „Solidarisch aus der Krise wirtschaften“ liegt ein Buch von langjährigen Attac-AktivistInnen vor, die ihre verschiedenen Perspektiven auf Wachstumskritik zusammenbringen und daraus politische Forderungen für eine sozialere und ökologischere Gesellschaft formulieren. Ausgangspunkt des Buches ist die vielerorts bekundete Feststellung, dass das ungebremste Wirtschaftswachstum, der unersättliche Energiehunger der Menschheit und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen so nicht weitergehen können. Die AutorInnen machen jedoch gleich zu Beginn klar, dass sie als Ziel nicht die „Schrumpfung der Wirtschaft“ mit damit einhergehenden moralischen Verzichtsappellen sehen. Vielmehr plädieren sie dafür, dass bestimmte ökonomische Bereiche wachsen müssten, andere wiederum reduziert oder eingestellt werden könnten.

Dies grenzt sie schon zu Anfang von anderen KrisentheoretikerInnen ab, denn eine einseitige Forderung nach Schrumpfung und Reduktion ist eine Perspektive des Globalen Nordens, die Armut und Mangel in anderen Teilen der Welt und damit gesellschaftliche Machtverhältnisse übersieht. Deshalb müsse die ökologische Frage zusammen mit der sozialen Frage und vice versa beantwortet werden. Dieses Zusammendenken ist ein zentraler Zugewinn einer Postwachstumsperspektive für politische Diskurse um wirtschaftliche, soziale und ökologische Krisen. Weiterlesen

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Die beschleunigte Hochschule – Bildungskritik im Kontext sozial-ökologischer Transformationen

Bildung hat das Potential, kritisches Nachdenken über sich selbst und die Welt sowie Emanzipation von bestehenden Machtverhältnissen hervorzubringen. Damit kann sie einen enormen Beitrag zur Veränderung unserer alltäglichen Praktiken sowie zur Reorganisation einer Wirtschaft leisten, die derzeit durch ihre Fixierung auf Wettbewerb und BIP-Wachstum, Mensch und Natur übermäßig belastet. Jedoch kann Bildung auch eben jener Fixierung zuarbeiten. Weiterlesen

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France: Low growth becoming a thinkable scenario to be investigated

Questioning economic growth is – if not a taboo – at least a very sensitive issue in most countries. Whether it is the continuation of growth in the future or the role it plays to ensure prosperity, being critical almost automatically establishes a reputation as a radical green activist promoting the return to the pre-industrial era. However, as more and more French economists far from this movement point out that low growth could well be the normal situation in decades to come, there may be hope for « post growth prosperity » to become an issue for dialogue and not only for fierce and sterile opposition. Weiterlesen

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A Population Perspective on the Steady State Economy

CASSE-logoA steady state economy is defined by a constant population and a constant stock of physical capital. In a way it is an extension of the demographer’s model of a stationary population to include non living populations of artifacts, with production rates equal to depreciation rates, as well as birth rates equal to death rates. The basic idea goes back to the classical economists and was most favorably envisioned by John Stuart Mill. Weiterlesen

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