Willkommen auf dem Blog Postwachstum!

Diskutieren Sie mit über die Zwänge, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen und entwickeln Sie mit uns Ideen und Visionen für eine nachhaltige Gesellschaft, die nicht auf Wirtschaftswachstum angewiesen ist!
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A Business Built for Resilience

CASSE-logoWhat does business look like in a steady state economy? I’m often asked whether or not a steady state economy would somehow lead to the stagnation of free enterprise. Yet all around us today, we’re witnessing the flourishing of ‘social enterprise,’ a business model designed to maximize human and environmental wellbeing rather than accumulate profits for shareholders. From not-for-profit and cooperative models to the birth of the B Corp (benefit corporation), we find ourselves in the midst of a profound shift in business–away from growth and profit as an organizing principle, and towards one that respects the social and ecological limits to growth. With a planet under profound stress and a Ponzi-inspired economy poised for decline, there’s no harm in trying something a little different. Weiterlesen

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Save the date: Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit 2015

Der Termin steht: Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ruft vom 30. Mai bis 5. Juni 2015 zu Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit auf. Die bunten Aktionen setzen bundesweit – und erstmalig auch europaweit – ein Zeichen des Engagements für nachhaltige Entwicklung. Weiterlesen

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Verbindende und mobilisierende Chancen von Degrowth

In meinem letzten Beitrag habe ich die These aufgestellt, dass unter dem Label „Postwachstum“ oder „Degrowth“ ein neues soziales Paradigma hegemonial werden könnte. Das möchte ich an zwei Aspekten illustrieren.

(a) Integrativ bezieht sich zunächst auf die analytisch-gesellschaftskritische Dimension von Postwachstum. Gesellschaftstheoretisch verweist es auf gemeinsame systemische Wurzeln – wie eben den Wettbewerbs-, Profit- und Wachstumsimperativen und damit korrespondierenden Herrschaftsverhältnissen – von spezifischen Ursachen für Gefährdungen, für Formen sozialen Leidens und Konflikte, deren Überwindung oder Bearbeitung Ziel vieler politischer Bestrebungen ist, die gegenwärtig (noch) nicht mit Postwachstum in Verbindung gebracht werden.

Das Spektrum solcher zivilgesellschaftlichen Akteure, deren expliziter gemeinsamer „roter Faden“ Postwachstum sein könnte, ist kaum eingrenzbar, was auch die Themenvielfalt des Leipziger Kongresses demonstrierte: seien es Gerechtigkeits-, Umwelt-, Natur-, Klima-, Tierrechtsschutz, Initiativen gegen Demokratieabbau, intransparente Großprojekte und neoliberale Privatisierungen, für mehr Demokratie in der Wirtschaft, gegen eine fortschreitende neoliberal inspirierte „Verschulung“ von Hochschulen oder herrschaftskritische Strömungen, Friedensbewegte usw. Hinzu kommen viele andere „nachhaltigkeits-desillusionierte“ oder durch die jüngste Krise politisierte Personen und Initiativen. Für all diese Konfliktlinien ließe sich eine mehr oder weniger vermittelte ursächliche Beziehung zu den Paradigmen einer kapitalistischen Wachstumsgesellschaft der Spätmoderne nachweisen, somit auch ein gemeinsames Interesse an ihrer Kritik, Eindämmung bzw. Überwindung.

(b) Verbindendes Potenzial hat Postwachstum jedoch auch in einem mobilisierenden Sinne. Dieses Thema bietet einen Raum für konkret-utopische Alternativen, zugleich aber auch für vielfältige konkrete Aktionen und „niedrigschwelliges“ Engagement. Es entspricht offenkundig auch dem Lebensgefühl von AktivistInnen der jüngeren Generation im Hier und Jetzt, durch Experimente, kreative Aktionen, auch durch den eigenen Lebensstil praktisch Gesellschaft zu verändern. Postwachstum ist als Zukunftsvision und „politischer Kampfbegriff“ (Schmelzer 2014) offenkundig einladender, anziehender als herkömmliche Formen von Kapitalismuskritik, die aber unter dem Dach von Postwachstum/ Degrowth“ gleichberechtigt agieren können.

Inwiefern tatsächlich derartige Potenziale von Postwachstum für eine soziale Bewegung wirksam werden, hängt von vielerlei Umständen ab. Dazu gehört auch die Fähigkeit der Akteure, mit ihrer internen Heterogenität produktiv umzugehen und nach „außen“ die thematisch möglichen Brücken tatsächlich zu schlagen und zwar so, dass neue unorthodoxe Allianzen möglich werden und sich damit auch das Spektrum der Akteure erweitert. Drei Punkte scheinen mir dabei wichtig. Weiterlesen

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Entschleunigung der Mobilität – Suffizienz als Politische Praxis

Suffizienz als politische Praxis - Ein Katalog

Suffizienz als politische Praxis – Ein Katalog

Suffizienzpolitik, im Sinne einer Politik des „Weniger“, begibt sich auf ein noch selten bestelltes, eher gemiedenes Feld. Während Effizienz und Konsistenz breite Zustimmung finden, weil sie Verbesserungen ohne Verzicht und sogar Wirtschaftswachstum versprechen, begegnet die Suffizienz deutlicher Reserve.

Die Vorbehalte sind Vielfältig: Suffizienz sei unzureichend, undurchsetzbar, sie verletze gar die der Demokratie so wichtige Entscheidungsfreiheit der Menschen. Doch gibt es inzwischen viele Initiativen, suffizientes Leben und Wirtschaften in die Öffentlichkeit zu tragen, um für sie Aufmerksamkeit zu gewinnen und für sie mit der Erfahrung, dass maßvoller Genuss die Lebensfreude nicht schmälert, zu werben.

Doch hat eine Form der Politik der Suffizienz eine Aussicht auf Verwirklichung? Können für verpflichtende Suffizienz in Deutschland Mehrheiten zustande kommen?

Dieser Blogbeitrag basiert auf einem Wuppertal Spezial, das diesen Fragen nachgeht und in dem viele Beispiele in denen sich Suffizienz als politische Praxis verwirklichen lässt vorstellt. Die bearbeiteten 30 Politiken sind dabei keine erschöpfende Aufstellung. Es sind Beispiele, Stellvertreter, ein Strauß von Möglichkeiten sehr unterschiedlicher Reichweite. Weiterlesen

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Vielheit realer und potentieller Postwachstums-Akteure

Gegenwärtig gibt es nach meinen Beobachtungen in Deutschland vor allem fünf oder sechs (personell überlappende) Typen von Akteuren, die als ProtagonistInnen eines Richtungswechsels im Sinne von Postwachstum hervortreten. Das sind zunächst (a) intellektuelle und publizistische „Wortführer“ von radikaler Wachstumskritik und Postwachstumsvisionen. Zumeist sind es publizistisch rege Wissenschaftler wie Niko Paech, die maßgeblich die gegenwärtige, bereits vor der multiplen Krise von 2008 ff. einsetzende Welle der Wachstumskritik initiiert haben. Sie werden zuweilen avantgardistisch als Deutungs- bzw. Vermittlungselite bezeichnet (Stengel 2012) und sehen sich wohl zum Teil auch selbst in dieser Rolle. Weiterlesen

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Die Grenzen der Megamaschine: Globale Krisen und der Kampf um echte Demokratie

In seinem Buch “Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation” geht Kontext-TV-Mitbegründer Fabian Scheidler den Wurzeln der Zerstörungskräfte nach, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer historischen Spurensuche erzählt er die Vorgeschichte und Genese des kapitalistischen Weltsystems, das vor etwa 500 Jahrten in Europa entstand und Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterworfen hat. Dieses System sei nicht, wie es der Mythos der Moderne will, aus dem Pioniergeist von Entdeckern und Händlern hervorgegangen, sondern aus einer engen Verflechtung von Kriegswirtschaft, Staatsmacht und Finanziers.

David Goeßmann sprach mit dem Autor über die ersten Aktiengesellschaften, die Zusammenhänge zwischen Geldökonomie und Krieg, über den Kampf um “echte Demokratie” und die planetaren Grenzen des Systems.

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„Postwachstum/Degrowth“ – roter Faden einer Bewegung von Bewegungen?

Könnte „Postwachstum“ der rote Faden einer transformativen Bewegung von Bewegungen werden und sollten „Degrowthler“ dies anstreben, wenn ja, warum und wie? Diese Frage ging mir nach dem großartigen 4. internationalen Degrowth-Kongress in Leipzig (2.9. – 6.9.2014) durch den Kopf. Meine vorläufigen Antworten darauf möchte ich hier zur Diskussion stellen; zunächst thesenartig verkürzt:

„Postwachstum/Degrowth“ bezeichnet gesellschaftskritisch-analytische Konzepte und einen experimentell-offenen Denk-, Such- und Gestaltungsraum für emanzipatorische konkret-utopische Zukunftsvisionen und Transformationspfade. Es ist ein weit gesteckter Rahmen, um ein neues Paradigma von sozialem Fortschritt und gutem Leben jenseits von Wachstums-, Konkurrenzimperativen etc. zu begründen und hegemonial durchzusetzen. Postwachstum/Degrowth beinhaltet derzeit unzureichend genutzte integrative und mobilisierende Potenziale, durch die es zum thematischen Dach oder roten Faden einer darauf gerichteten Bewegung von Bewegungen werden (Brand 2014) könnte. Weiterlesen

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Alternativen denken! – Ein Tagungsbericht

Tagung Alternativen denken

Tagung Alternativen denken

Am 04. März nahm ich an der eintägigen Konferenz „Alternativen denken. Wirtschaften für Wohlstand und Lebensqualität. Ohne Wachstum – oder mit?“ teil, auf der am Beispiel kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) Alternativmodelle zum vorherrschenden Wachstumsparadigma vorgestellt und diskutiert wurden. Diese Veranstaltung wurde als Abschluss des Projekts „Postwachstumspioniere“ vom Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Kooperation mit und in den Räumlichkeiten der Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet.

Die fachlich hochkarätig besetzte Konferenz bot den 150 Teilnehmer_innen aus Wirtschaft, Forschung, nachhaltigen Think-Tanks, Medien und Politik die Möglichkeit in verschiedenen Podien und Workshopphasen Alternativen zum vorherrschenden Wachstumsparadigma direkt aus der unternehmerischen Praxis kennenzulernen. Zudem konnten Lehren aus den positiven und negativen Effekten dieser Alternativen für die Verbreitung im gesellschaftlichen Mainstream gezogen werden. Weiterlesen

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Ökologische Wachstumskritik als Modernekritik

9783837627763_216x1000Mit seinem aktuellen Buch “Mehr oder weniger? Zur Soziologie ökologischer Wachstumskritik und nachhaltiger Entwicklung” (Transcript Verlag, 2014) verfolgt der Soziologe Stephan Lorenz zwei Anliegen. Zum einen will er das Kernanliegen ökologischer Wachstumskritik herausarbeiten und betrachtet sie dabei mit ihrem kritischen Fokus auf Industrialismus und Konsum als Teil der Modernekritik. Zum anderen will er ökologische Wachstumskritik als soziologisches Thema stark machen. Der Soziologie stünde die Aufgabe zu, die Verfahrensweisen nachhaltiger Entwicklung kritisch zu rekonstruieren. Die ökologische Wachstumskritik richte das Augenmerk auf das Auseinanderfallen von Mitteln und Zwecken gesellschaftlichen Handelns. Dieses gelte es durch entsprechende demokratische Verfahren zu rejustieren. Weiterlesen

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Suffizienz als Politische Praxis – ein einführender Überblick

Suffizienz als politische Praxis - Ein Katalog

Suffizienz als politische Praxis – Ein Katalog

Suffizienzpolitik begibt sich auf ein noch selten bestelltes, eher gemiedenes Feld. Während Effizienz und Konsistenz breite Zustimmung finden, weil sie Verbesserungen ohne Verzicht und sogar Wirtschaftswachstum versprechen, begegnet die Suffizienz deutlicher Reserve.

Die Vorbehalte sind Vielfältig: Suffizienz sei unzureichend, undurchsetzbar, sie verletze gar die der Demokratie so wichtige Entscheidungsfreiheit der Menschen. Doch gibt es inzwischen viele Initiativen, suffizientes Leben und Wirtschaften in die Öffentlichkeit zu tragen, um für sie Aufmerksamkeit zu gewinnen und für sie mit der Erfahrung, dass maßvoller Genuss die Lebensfreude nicht schmälert, zu werben.

Dieser Blogbeitrag basiert auf einem Wuppertal Spezial, das diesen Praxisbeispielen nachgeht und vorstellt. Die bearbeiteten 30 Politiken sind dabei keine erschöpfende Aufstellung. Es sind Beispiele, Stellvertreter, ein Strauß von Möglichkeiten sehr unterschiedlicher Reichweite. Weiterlesen

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