Diskutieren Sie mit über die Zwänge, die uns am Wachstumspfad festhalten lassen, und über alternative Entwicklungsmöglichkeiten für eine Gesellschaft, die nicht auf Wachstum angewiesen ist. Der Blog informiert aktuell über die Arbeit der Bundestags-Enquetekommission “Wohlstand, Wachstum, Lebensqualität”, über Termine und aktuelle Texte zum Thema Postwachstum.
Der Blog Postwachstum wurde von Angelika Zahrnt und Irmi Seidl zum Erscheinen ihres Buches „Postwachstumsgesellschaft” initiiert. Die Redaktion des Blogs liegt beim IÖW, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung. Kooperationspartner sind die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.
Sie sind herzlich eingeladen, der Redaktion Vorschläge für Blog-Beiträge zu schicken und bestehende Beiträge zu kommentieren. Wir freuen uns auch über Hinweise zu Terminen und zu neuen Publikationen.
Kontakt zur Redaktion:
Eugen Pissarskoi
eugen.pissarskoi(at)ioew.de


Den Wachstumspfad verlassen!? Ist es nicht besser den Wachstumspfad zu verstehen?
Wirtschaftswachstum ist doch ein Ergebnis über Raum und Zeit! Wie entwickeln sich Raum und Zeit bei E = m*c² mit E konstant? Was sind also unsere existenzielle Wachstumsbedingungen?
Der Wirtschaftsstandort “Planet Erde” existiert nur durch die externe Energie-zufuhr der Sonne (.. eine gegenwärtige Transferunion. Was bedeutet das für die Geldschöpfung?).
Ich habe nicht nur Fragen sondern auch Lösungen unter der Webseite http://www.mr-market.info..
Die Pioniere der Luftfahrt verwirklichten den Traum vom Fliegen in dem sie sich mit physikalischen Faktoren beschäftigten.
Mit frdl. Gruß
makrologistiker
@ lieber makrologistiker
Oft stützen wir uns in unserer Analyse oder Diskussion auf Begriffe oder Ideen, die als Axiome angenommen werden. Wenn diese Axiome aber nicht richtig sind führen sie notgedrungen zu falschen Schlüssen.
Betrachtet man also die Grundargumentation des “unendlichen Wachstums“ in der URL http://www.mr-market.info./, auf die Sie hinweisen, liest man gleich zu Beginn folgende allgemeine Grundannahme: „Die Bedürfnisse des Menschen sind unendlich.“ Soweit ich weiß, ist dies ein Grundaxiom der heutigen Wirtschaftsevangelien.
Diesen Satz kann ich aus meiner Lebenserfahrung und aus meinen Kenntnissen beim besten Willen nicht bestätigen. Ich würde solche Menschen als gierig bezeichnen. Aus meiner Sicht gibt es natürlich Menschen, die gierig sind oder durch Werbung gierig gemacht worden sind. Jedoch gibt es auch sehr viele, die genügsam und zufrieden leben und diesen „unendlichen Bedürfnissen“ kritisch gegenüber stehen.
Nach dieser Meinung ist der Mensch keine Megakonsummaschine, die immer mehr und mehr Bedürfnisse entwickelt und immer mehr und mehr Konsumgüter produziert und konsumiert.
Ich würde vorschlagen, das oben genannte Grundaxiom folgendermaßen zu ersetzen: Der Mensch ist von seiner Natur her ein Wesen, das versucht auf kreative Art sein Leben zu gestalten und sich selbst zu finden
Was die Grenzen der Fläche betrifft, ist es selbstverständlich, dass zu Beginn der industriellen Entwicklung weder an Grenzen von Flächen noch an Grenzen von Wachstum gedacht wurde. Heute ist aber fast jedem bewusst, dass es nichts ohne Grenzen gibt, mit Ausnahme der menschlichen Arroganz.
Jemand erkläre mir, wie sich die Wirtschaft vom Wachstum der Weltbevölkerung abkoppeln kann.
@ realist
- Sicherlich nicht mit der allzu weitverbreiteten negativen “can’t do” – Einstellung. Große Teile der Weltbevölkerung unterliegen gigantischen Mengen an Misinformationen und es wird wohl eine Weile dauern, bis die Spezies Mensch sich einig wird dass wir doch alle zusammen im selben Boot sitzen (auf dem selben Planeten) und am selben Strang (oder zumindest in die selbe Richtung) ziehen sollten.